Lebensräume und sie prägende Pflanzentypen

  • Wer mit offenen Augen durch die Gegend zieht und dabei auch in den Bereich außerhalb von Städten und Dörfern kommt merkt sehr schnell das manchmal Bäume, anderswo Sträucher, Gräser, Kräuter o.a. dominieren. Mit der entprechenden Artenkenntnis lässt sich das noch weiter differenzieren, doch soweit wollen wir heute nicht gehen.

Die folgende Überzicht listet die wichtigsten zentaleuropäischen Formationen (oberste Kategorie der Pflanzengesellschaften) auf.

Laubwald:

 


  • Im Hainich ist die Rotbuche vorherrschend, in anderen Regionen werden Laubwälder z.B. von Stiel- oder Traubeneiche, Erle, Esche, Ahornarten, Linden... oder Kombinationen der genannten aufgebaut. Dazu kommen ±gut erkennbare Strauch-, Kraut- und Moosschichten. Auch die Algen an Baumstämmen, auf Steinen oder in Wasseransammlungen sollen nicht unerwähnt bleiben.  
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Nadelwald:

    • Rottanne, bekannter als Fichte ©Schmeil·Fitschen mobil
       Außer dieser Art, die natürlicherweise in Höhen über 700m siedelt, ist vor allem die Kiefer an trockneren oder nässeren Standorten waldbildend. Lärche in Kombination mit Arve (Zirbelkiefer) ist eine Besonderheit der Schweizer Alpen.
        

 Frischwiese:

  • Glatthafer (©Schmeil·Fitschen mobil) 


    Er und weitere Süßgräser liefern die Masse des Viehfutters auf unseren Weiden.Zwischen ihnen wachsen, je nach Bodenfeuchte, Düngung, Mahd und Kleinklima weiter Gräser und Kräuter.       
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Trockenrasen:

  • Aufrechte Trespe

    Sie wächst auf basiphile (Kalk- und weitetre) Halbtrockenrasen. Daneben sind Fiederzwenke für  azidophile (saure) HTR, Blaugras für Kalk(Voll)-Trockenrasen und Silber- bzw. Schillergras für Sandtrockenrasen zu erwähnen. Wie schon bei den Frischwiesen und den folgenden Feuchtwiesen handelt es sich um Süßgräser. Diese 3 Lebensräume lasse sich mit dem Begriff Grasland/Grünland zusammenfassen.    
                                                                                                

     Feuchtwiese:

    • Pfeifengras ©Schmeil·Fitschen mobil
      So genannt, weil es früher zur Reinigung von Tabakspfeifen genutzt wurde. Auf solchen Feuchtwiesen, häufig im Uferbereich von Fließgewässern, andernfalls nah am Grundwasser, wachsen manchmal Orchideen wie das Gefleckte Knabenkraut. Auch auf den Trockenrasen, besonders den Kalktrockenrasen findet man (andere) Orchideenarten.

       Niedermoor:

      Fingersegge ©Schmeil·Fitschen mobil
               Sauergräser charakterisieren die Niedermoore in denen außerdem Binsen, Seggen und weitere Pflanzen vorkommen. Auf diese werden wir, wie auch bei den übrigen Lebensräumen noch eingehen.
                                                     

      Hochmoor: 

      Torfmoos ©www.moor-land.de

      Hochmoore haben ihren Namen nicht vom Vorkommen in höheren Lagen, sondern von der Tatsache, daß die Oberfläche uhrglasförmig nach oben gewölbt ist. Botanisch gehören sie zu den artenärmeren Bereichen. Eine interesannte Gruppe sind, bedingt durch den Nährstoffmangel, die fleisch- (oder sagen wir besser) insektenfressenden Arten. (auch wenn mal eine Spinne zu ihren Beutetieren gehören mag.)

      Uferbereiche:

      Flüsse, Seen und das Meer haben natürlich ganz unterschiedliche Charakterpflanzen, weshalb ich hier auf Bilder verzichte. Zu erwähnen wären die Hochstaudenfluren, Dünen oder der Schilfgürtel.

      Nach soviel Stoff zum Auffrischen oder neu lernen lasse ich Sie/Euch für 2 Wochen in Ruhe.

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