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Es werden Posts vom Februar, 2019 angezeigt.

Konkurrenz und Kooperation zwischen verschiedenen Arten

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Zunächst geht es jeder Einzelpflanze darum, zu überleben, zu wachsen und Nachkommen zu hinterlassen (Gene weiterzugeben). Dabei sind alle anderen Individuen Konkurrenten. In der Regel erlauben die Standortbedingungen aber das Nebeneinander mehrerer bis zahlreicher Pflanzen auch unterschiedlicher Arten.  Veränderliche Einflüsse, am auffälligsten die Witterung, bewirken, daß mal diese mal jene im Vorteil ist. Im Buchenwald nutzen die Frühjahresgeophyten  (bekannter als Frühblüher wie Buschwindröschen, Märzenbecher oder Waldveilchen) die Zeit in der das Sonnenlicht noch nicht vom Buchenlaub gebremst wird. Im Kiefern-Birkenwald nutzt  jede Baumart einen anderen Bereich des Untergrundes (Tief- und Flachwurzler). Gleiches gilt für die Kräuter der Feldschicht oder die Gräser auf einer Wiese. Im Laufe der Evolution haben sich darüber hinaus regelrechte Partnerschaften von Pflanzen, die nur sehr entfernt miteinander verwandt sind, entwickelt. Bekannteste Beispiele für solche Symbiosen sind Fle

Pflanzengesellschaften und Biotope

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Nur selten sind in der Natur Pflanzenbestände aus einer einzigen Art oder genauer¹ Sippe zu finden. Welche wo gemeinsam wachsen und wie hoch die jeweiligen Anteile sind hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst müssen Samen bzw. Sporen zum untersuchten Standort gelangt sein. Wie das möglich ist, hatten wir schon besprochen. (s. Post über " Verbreitung von Samen, Sporen, u.ä .") Dabei können die sogenannten Diasporen (Sammelbegriff für verschiedene Verbreitungsorgane) über Jahre und sogar Jahrzehnte im Boden lagern und erst dann durch günstige Witterung, Freilegung (bei Lichtkeimern) oder andere Veränderungen aktiviert werden. Dann beginnt der Konkurrenzkampf der durch Kooperation und Duldung von Vertretern verschiedener Arten ergänzt wird. Auf Einzelheiten werde ich das nächste Mal eingehen. Nach einer gewissen Zeit hat sich ein relativ stabiler Bestand gebildet, der unter vergleichbaren Bedingungen auch andernorts ähnlich, wenn auch nie völlig identisch zeigen wird

Populationsdynamik

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Ein Pflanzenbestand oder eine Tiergruppe aus Individuen der gleichen Art, denen Vertreter verschiedener Generationen angehören, verändert sich im Laufe der Zeit mit unterschiedlicher Intensität. Umwelteinflüsse abiotischer (Wetter, langfristig Klima, Boden, geografische Lage (Längengrad, Breitengrad, Höhe über dem Meeresspiegel, Entfernung zum Meer) und biotischer (Konkurrenten, Parasiten, pflanzenfressende Tiere) treten nicht immer mit gleicher Intensität auf und ermöglich mal einen stärkeren, mal einen geringeren Zuwachs. Die Entwicklung eines Bestandes unter den genannten Einflüssen untersucht die Populationsdynamik  Neben der Größe eines Bestandes verändert sich auch dessen räumliche Ausdehnung. (Nicht nur, das mehr Individuen mehr Platz brauchen, auch die Besiedlungsdichte kann sich ändern. Die Kapazitätsgrenze ist dabei das unter den gegebenen Bedingungen mögliche Maximum, Sie wird durch Faktoren beeinflusst, die unabhängig oder abhängig von der Populationsdichte sind- I