Konkurrenz und Kooperation zwischen verschiedenen Arten

Zunächst geht es jeder Einzelpflanze darum, zu überleben, zu wachsen und Nachkommen zu hinterlassen (Gene weiterzugeben). Dabei sind alle anderen Individuen Konkurrenten. In der Regel erlauben die Standortbedingungen aber das Nebeneinander mehrerer bis zahlreicher Pflanzen auch unterschiedlicher Arten.  Veränderliche Einflüsse, am auffälligsten die Witterung, bewirken, daß mal diese mal jene im Vorteil ist. Im Buchenwald nutzen die Frühjahresgeophyten  (bekannter als Frühblüher wie Buschwindröschen, Märzenbecher oder Waldveilchen) die Zeit in der das Sonnenlicht noch nicht vom Buchenlaub gebremst wird. Im Kiefern-Birkenwald nutzt  jede Baumart einen anderen Bereich des Untergrundes (Tief- und Flachwurzler). Gleiches gilt für die Kräuter der Feldschicht oder die Gräser auf einer Wiese.
Im Laufe der Evolution haben sich darüber hinaus regelrechte Partnerschaften von Pflanzen, die nur sehr entfernt miteinander verwandt sind, entwickelt. Bekannteste Beispiele für solche Symbiosen sind Flechten aus Pilzen und Grünalgen oder die Mykorrhiza  bei der Pilzmycel die Wurzel von Bäumen umgibt und einen Austausch von Wasser und Nährsalzen (Lieferant ist das Mycel) und Kohlenhydraten (Lieferant sind die zur Assimilation befähigten Bäume.
Noch einen Schritt weiter sind Blütenpflanzen und Insekten (so wie auch andere Tiere) "gegangen, die m.o.w. aufeinander angewiesen sind.

  Auch das Leberblümchen gehört zu den Frühblühern im Buchenwald 

Mykorrhiza im Foto
©waldwissen.de


Eine der zahlreichen Flechtenarten
©m.tierwelt.ch


Wildbiene auf einer Wiesen-Margerite

Das nächste Mal beginnen wir mit der Behandlung der wichtigsten Lebensräume und ihrer typischen Arten-























































































































































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