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Es werden Posts vom Juli, 2019 angezeigt.

Linden-Ahorn-Steilhangwälder

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Offiziell heißt diese Pflanzengesellschaft, ein Verband für jene, die sich mit Vegetationskunde auskennen, Linden-AhorBlockschutt-Mischwälder (Tillio plathyphyllos - Acerion pseudoplatani) Die namensgebenden Arten sind also Sommerlinde und Bergahorn. Blätter der Sommerlinde Blatt des Bergahorns Weitere Baumarten, die hier wachsen können, aber in der Regel nicht alle gemeinsam, sind Winterlinde, Spitzahorn, Esche und Bergulme. Gewöhnliche Esche An Sträuchern findet man Haselnuß, Bergholunder, Wilde Stachelbeere, Hartriegel und Waldrebe.  Hartriegel (oben ein paar Blüten, rechts die Laubblätter) Aufnahmen aus dem Steinicht, einem Engtal der Weißen Elster im nördlichen Vogtland  Hier sehen wir rechts die (männlichen) Blütenstände der Haselnuss, während unten ein Blatt dieses Strauches gezeigt wird. Blätter und Fruchtstand des Bergholunder Wilde Stachelbeere Die Liste der Kräuter, durchweg Stauden,also mehrjährige ist lang.

Edellaubholzreiche Mischwälder

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In dieser Gruppe finden wir Bestände mit Ahornen, Ulmen, Eschen und Wildobstarten. Auch Linden und Sträucher wie Hasel oder Hartriegel gehören zu ihrem Gehölzbestand, d.h. in die Baum-oder Strauchschicht. Bei den begleitenden Kräutern sieht es nicht immer so "edel" aus. Hier finden wir auch Brennessel und Kletten-Labkraut, zwei Arten die an stickstoffreichen Standorten regelrecht wuchern. Aber es gibt auch Waldgeißbart  Sumpfdotterblume Goldnessel oder Maiglöckchen. Die zuletzt genannten und weitere Arten werde ich in den nächsten Wochen in Wort und Bild vorstellen. Für heute nur noch eine Bemerkung. Unsere sonst häufigen Laubbäume (Rot)Buche und Eichen bilden in diesen Wäldern, wenn sie überhaupt auftauchen, eine echte Rarität.

Erlenbruchwälder

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Diese gibt es in unterschiedlichen Varianten vom ganzjährig überschwemmten Wasserfeder-Erlensumpf über Walzenseggen- und Brennessel- (hier war ich für die Fotos unterwegs) bis zum Torfmoos-Moorbirken-Erlenbruch. Allen gemeinsam ist das Vorkommen der namensgebenden Schwarzerle. Je nach jährlicher Wasserverteilung hat sie unterschiedliche Begleiter, krautige Pflanzen, die nicht nur dort vorkommen, aber in der jeweiligen Kombination eine Pflanzengesellschaft kennzeichnen. Zur Verbreitung von Erlenbruchwäldern ist zu sagen, daß diese von selten bis relativ häufig reicht. Den Wasserfeder-Erlensumpf gibt es zum Beispiel auf dem Darß. Den Brennessel-Erlenbruch findet man an vielen kleinen Bächen im Flach-und Hügelland und der Torfmoos-Moorbirken-Erlenbruch geht bis hinauf ins Bergland (>=500m über NN). Für alle die sie noch nicht kennen die Blätter der Schwarzerle        Himbeersträucher waren schnell entdeckt. Nach Früchten habe ich etwas länger und m.o.w. vergeblich gesu

Weiden-Weichholzauen und verwandte Wald- oder besser Gebüschtypen

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Diese finden wir im Uferbereich von Bächen und kleinen Flüssen vom Tiefland bis in die Mittelgebirge. Außer verschiedenen Weidenarten gehören hier auch Schwarzpappeln, Zwerg- und Moorbirken in die Strauchschicht. Eine Baumschicht ist nicht vorhanden, dafür kann die Krautschicht fast undurchdringlich werden. Einer der wenigen Vorteile der aktuellen Trockenperiode ist, daß ich heute weiter als sonst in einen Weidenbruch hineingehen und dort fotografieren konnte. Die gezeigten Arten sind natürlich nur ein kleiner Teil des möglichen Spektrums. Blick vom Rand des Weidengebüsches am Tremnitzbach im nördlichen Vogtland                                           Die Große Brennessel, oben ohne, unten mit Blüten weißt auf den hohen                                              Stickstoffanteil im Boden hin.                                           Bruchweiden sind die häufigsten Gehölze im Bestand                                 Kohl-Kratzdistel (könnte auch eine Su