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Weitere Laubwälder (Übersicht)

Je nach Wasserversorgung, (vor allem Grundwasserstand), Bodenreaktion, Nährstoffgehalt und örtlicher Floren- und Vegetationsgeschichte (Stichwort: Samenbank im Boden) können sich zwischen den für Wald zu nassen Mooren und den für Wald zu trocken Frischwiesen recht unterschiedliche Waldgesellschaften ausbilden. In Mitteleuropa, Ostasien und dem Nordosten Amerikas gehören alle in die Formation der sommergrünen Laubwälder in denen Arten der Gattungen Erle (Alnus), Esche (Fraxinus), Ahorn (Acer), Buche (Fagus), Eiche (Querus), Hainbuche (Carpinus), Linde (Tillia) und einige hie weniger bekannte und häufige mit unterschiedlichen Anteilen zu finden sind.

Unterscheiden kann man zum Beispiel bachbegleitende Wälder, die auf basischen Böden von Eschen, im sauren Bereich von Erlen gebildet oder wenigstens dominiert werden.

Buchenwälder gibt es auf Sauerhumus, Braunerde und Kalk.
Bei den letzen sind die feuchten Kalk-Buchenwälder mit Bingelkraut von den trockenen mit Rotem Wiesenvögelchen und wei…

Moor- und Bruchwälder

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Im Unterschied zum Auwald gibt es hier ganzjährig einen hohen Grundwasserstand. Typische Baumarten sind Erlen, Birken und Kiefern. Von den beiden letzten ist bekannt, daß sie auch an recht trockenen Orten vorkommen können, aber dazu kommen wir später.
Was unterscheidet nun aber Moorwälder und Bruchwälder voneinander?

Nun, in der Bodenschicht des Moorwaldes kommen auch die für (Hoch)Moore typischen Torfmoose vor, während der Wortteil 'Bruch' für sonstige Feuchtgebiete steht.

Beide Wälder ähneln ansonsten einander und wachsen oft in unmittelbarer Nachbarschaft.

Interessante Einzelheiten zur Unterscheidung von Bruch- und Auwäldern habe ich auf dieser Seite gefunden.

Kleinflächig gibt es die Bruchwälder fast überall. Am deutlichsten sind sie mir in Teilen Mecklenburgs, am Ober- und Niederrhein, an Pleiße und Elbe in Mitteldeutschland in Erinnerung.

Persönliches Bildmaterial aus diesen Gebieten ist leider knapp und vorwiegend analog, aber wozu gibt es das Internet?

Unter https://ww…

Auwälder an großen Flüssen

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An den Ufern von Rhein, Elbe und Oder, aber auch an Pleiße ud Weißer Elster bei Leipzig, gab es sie früher viel häufiger. Auwälder, in denen der Pflanzenwuchs, und indirekt auch das Tierleben , von einem schwankenden Wasserstand geprägt wurden. Die wenigen verbliebenen Reste (Taubergießen am Rhein nördlich Breisach, das mittlere Elbtal bei Dessau oder das Untere Odertal bei Schwedt können den durch intakte Auwälder möglichen Hochwasserschutz natürlich nicht übernehmen. Aber die dort erhaltenen Pflanzen und Tiere bleiben, wie der gesamte Lebensraum schützenswerte Güter.

Natürliche Auwälder gelten im Übrigen als artenreichtes Biotop der gemäßigten Zone.


Weitere Infos
NSG Taubergießen

Elbauwälder und Hochwasserschutz

Nationalpark Unteres Odertal

Leipziger Auwald

Je nach Entfernung vom Ufer und damit von der Höhe des Grundwasserstandes unterscheiden wir Weichholzaue mit Pappeln und vor allem Weiden, sowie Hartholzaue mit Stieleichen, Ulmen  und Eschen.


 Eine typische Auwaldpflanze ist der Aro…

Das Watt

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Diesen Lebensraum gibt es in Deutschland nur an der Nordsee. Ich war vor etlichen Jahren (1994) bei Cuxhaven in ihm unterwegs habe aber keine (jedenfalls keine digitalen) Fotos.

Daher stammt (fast) alles in diesem Beutrag von der Website Nationalpark Wattenmeer

                                          Wattlandschaft
                                          © Martin Stock
"Nichts bleibt wie es ist. Das Wattenmeer verändert ständig sein Gesicht.
Dafür sorgen die Kräfte von Ebbe und Flut. Material, das an einer Stelle weggeschwemmt wird (Erosion), wird an anderer Stelle wieder abgelagert (Sedimentation). Je nach Strömungsgeschwindigkeit des Wassers werden die vom Wasser mitgeführten Sedimentteilchen an unterschiedlichen Stellen im Watt abgelagert.

Die Flut spült zweimal täglich Rohstoffe und Nahrung ins Watt. Nährstoffreiche Sedimente lagern sich am Boden des Wattenmeeres ab. Diese organische Substanz bildet, zusammen mit den Kleinstlebewesen des Planktons, einen fruchtbaren Nährbode…

Salzwiesen

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Heute wollen wir über einen Lebensraum zwischen Meer und Land reden. An der Nordsee wird er vom Watt einerseits und von Deichen andererseits begrenzt. An der Ostsee kommen sie kleinflächiger und vorwiegend im westlichen Teil vor. Einige häufige Pflanzen wollen wir nun im Bild kennenlernen.

Beginnen wir mit der Salzbinse (Juncus geardii Loisel

Die Quelle dieser schematischen Darstellung ist historisch
. (J. Sturm, J.W. Sturm, Deutschlands flora, vol. 16: t. [13] (1835-1837)

Eine Vorstellung vom Habitus vermittelt dieses Foto © Biopix: JC Schou

Der Blütenstand dieser, auch Boddensegge genannten Pflanze wurde fern von einer Meeresküste aufgenommen. Nämlich  2010 am Artener Solgraben am Kyffhäuser (© A. Jagel). Das weisst auf eine Fakt hin, über den die Nutzer von "Botanik für Einsteiger" später informiert werden. Jetzt erst einmal weiter mit Pflanzen der Salzwiesen.








Alle diese Bilder und die Zusatzinformationen stammen von der Seite https://www.nationalpark-wattenmeer.de

Dort können…

Dünen

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Bei der Betrachtung verschiedener Lebensräume wollen wir an den Küsten von Nord- und Ostsee beginnen.  Im Salzwasser fallen besonders die Tange, eine Artengruppe mariner Makroalgen, genauer Braun- und Rotalgen, auf die hier regelrechte Wälder bilden oder in der Vergangenheit gebildet haben.
Landeinwärts finden wir dann verschiedene Dünen, die nach ihrer Farbe in Weiß-, Grau- und Braundünen unterschiededen werden. Manchmal ist auch noch von einer Vordüne die Rede.  An Pflanzen wachsen hier vom Meeresrand landeinwärts salztolerante Pflanzen wie Binsen-Quecke, Kali-Salzkraut oder Meersenf, auf Weißdünen Strandhafer, Strandroggen und Stranddistel- Auf Graudünen finden wir Strand-Beifuß, Kartoffel-Rose, Silbergras und manches auch aus dem Binnenland bekannte, wie Doldiges Habichtskraut. Auf den Braundünen siedeln sich dann auch verholzende Arten wie Besenheide (die oft mit Heidekraut verwechselt wird), Sanddorn und Kriechweide an.  Wo es für die genannten Arten zeitweise oder dauerhaft zu …

Die wichtigsten Lebensräume und ihre typischen Arten

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Auch dem Laien fällt auf, daß bestimmte Pflanzentypen ganze Landstriche und natürlich auch Regionen der Unterwasserwelt dominieren. Die bekanntesten sind Bäume für Wälder, Gräser für Wiesen, Sauergräser für Niedermoore, Torfmoos für Hochmoore oder Armleuchteralgen für kalkhaltige Binnengewässer. Indem die genannten Gruppen an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Arten vertreten sind und von immer anderen Pflanzen  begleitet werden entstehen reale Lebensräume wie feuchte bis trockene Kalk-Buchenwälder, nährstoffarme bis nährstoffreiche Feuchtwiesen usw.
Einige von ihnen werde ich in den nächsten Wochen in Wort und Bild vorstellen.  Soweit sich rechtzeitig Material auftreiben lässt, werden dabei auch einige Tiere der verschiedenen Biotope gezeigt. Beginnen wollen wir mit einer Übersicht dessen, was uns erwartet.
Sommergrüne Laubwälder Misch- und NadelwälderFrischwiesen, Feuchtwiesen und TrockenrasenUferbereiche von Still und FließgewässernHochmoore der Mittelgebirgeextensiv genutzte…